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Mord, Totschlag, Körperverletzung

Mord und Totschlag  

Man konfrontiert Sie oder Ihren Angehörigen mit dem Vorwurf von Mord oder Totschlag?  Als Anwalt und Verteidiger besitze ich Erfahrung in der Verteidigung der sog. Kapitaldelikte, also Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Kindestötung, Fahrlässige Tötung, Körperverletzung mit Todesfolge, Raub mit Todesfolge sowie Brandstiftung mit Todesfolge in Darmstadt, Frankfurt, Friedberg, Mainz, Ludwigshafen und Mannheim. Tötungsdelikte werden vor dem Schwurgericht verhandelt.

Im Rahmen der Kapitaldelikte bestimmt das Gesetz, dass, wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu ein, als Totschläger verurteilt wird.

Mörder dagegen ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet, d.h., hinsichtlich Tatmotiv, Tatausführung oder Tatzweck in der Begrifflichkeit des Bundesverfassungsgerichts besonders verwerflich gehandelt.  Mithin „qualifizieren“ diese Kriterien den Totschlag zum Mord.

Hierbei sind die einzelnen Mordmerkmale restriktiv auszulegen, um eine angemessene Relation zwischen der Bestrafung des Täters einerseits sowie der Schwere der Tat und zum Schuldgehalt der Tat zu erreichen.

Aus einem Totschlag wird dann also Mord, wenn Mordmerkmale durch den Täter verwirklich werden, dieser also bezüglich Tatmotiv, Tatausführung oder Tatzweck besonders verwerflich gehandelt hat. Hierbei sind die einzelnen Mordmerkmale restriktiv auszulegen.

Die Fahrlässige Tötung hat einen eigenen Straftatbestand (§ 222 StGB).

Problematisch ist der große Interpretationsspielraum bei der Auslegung der sog. „Mordmerkmale“ in Anbetracht der absoluten Rechtsfolge „lebenslänglich“ (lebenslange Freiheitsstrafe).

Aufgrund der Absolutheit dieses „Lebenslänglich“ hat das Bundesverfassungsgericht gefordert, die lebenslange Freiheitsstrafe auf diejenigen Tötungsfälle zu beschränken, bei denen der Täter hinsichtlich Tatmotiv, Tatausführung oder Tatzweck besonders verwerflich gehandelt habe – mithin also auf ein oder mehrere Mordmerkmale verwirklicht hat.

Forderung des Bundesverfassungsgerichts ist sonach, die Bestrafung des Täters im Verhältnis zur Schwere der Tat sowie zum Schuldgehalt der Tat angemessen zu bestimmen.

Ist der Angeklagte geständig, vermag gute Verteidigung alle Verteidigungsspielräume bis hin zur doppelten Minderung des Strafrahmens auszuschöpfen; insbesondere alle Begründungsspielräume ausschöpfen, um die Annahme der Mordmerkmale ausräumen, so dass im Ergebnis nicht wegen dem Vorwurf „Mord“, sondern „Totschlag“ verurteilt wird.  

Insbesondere ist zu verhindern, dass die „ besondere Schwere der Schuld“ bei dem Urteil ausgesprochen wird. Denn dann kann der Angeklagte mit einer Freilassung erst nach ca 18 – 25 Jahren rechnen. 

Selbstverständlich setzt gute Verteidigung setzt  daran, dass der unschuldige bzw. die Tat bestreitende Angeklagte nicht unschuldig verurteilt wird.

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